Ohrakupunktur

 

Die Entdeckung der Reflexzonen in der Ohrmuschel erfolgte weitgehend unabhängig von der Körperakupunktur. Dennoch folgt die Ohrakupunktur ähnlichen Prinzipien. Nur sind es hier nicht die Körpermeridiane, entlang denen die Lebensenergie Qi stimuliert wird, sondern die entsprechende Reflexzone des betreffenden Organs.

 

Unter Reflexzonen versteht man Körperteile, in denen sich die inneren Organe und ihre Störungen wiederspiegeln. Dies sind beispielsweise die Hände und Füße, aber auch die Ohrmuschel und die Regenbogenhaut des Auges.

 

Ohrakupunktur wird vor allem im Rahmen einer Allergiebehandlung und zur Behandlung von psychosomatischen Erkrankungen (Streß!) eingesetzt. Doch auch andere Beschwerden, vor allen Dingen Rücken- und Gelenkbeschwerden lassen sich positiv durch die Nadelung beeinflussen. Gute Dienste leistet die Ohrakupunktur zudem in der Suchtbehandlung.

 

Ablauf: An erster Stelle steht ein Gespräch über die aktuellen Beschwerden. Im Anschluß daran tastet der Therapeut mit einem stumpfen Gegenstand die Ohrmuschel ab und wählt so die Punkte für die Nadelung aus. Diese werden dann mit einer dünnen Nadel punktiert. Da die Ohrmuscheln nicht über so viele Nervenzellen verfügen, wie andere Hautbereiche, ist dieser Vorgang ist in aller Regel nicht schmerzhaft, allenfalls beim Einstechen kann ein Kribbeln empfunden werden.

 

Normalerweise werden nicht mehr als 3, höchstens 5 Nadeln gleichzeitig gelegt, welche dann etwa 15-20 Minuten liegen bleiben. Je nach Beschwerdebild können Folgebehandlungen erforderlich werden. In bestimmten Fällen kommen auch Dauernadeln zum Einsatz, die mehrere Tage im Ohr verbleiben.


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